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Vereinsgeschichte - Musikverein Grevenbrück PDF Drucken E-Mail

1883 bis 1950

Es war das Jahr 1883, als sich sechs junge Männer aus Förde dazu entschlossen einen eigenen Musikverein zu gründen. Es waren: Friedrich und Heinrich Bischopink, Franz Kruse-Spiekers, Wilhelm Becker-Borggräfe, Peter Schmelzer und Peter Huster. Der Verein trug den Namen Musikverein Förde. 1. Dirigent des Vereins wurde der Lehrer Emil Schmalohr. Nach der Gründung im Sommer 1883 wurden die "Statuten für den Musikverein in Förde" am 27.12.1883 errichtet.

Die Gründung des Musikvereins und der Aufbau wurden von der Bevölkerung in Förde sehr begrüßt. Der Verein erfuhr bereitwillige Unterstützung und so konnten bereits nach kurzer Zeit die notwendigen Instrumente angeschafft werden.
Nach und nach kamen weitere Mitglieder hinzu. Die Musiker bemühten sich ihr Können unter Beweis zu stellen und bereits im Jahre 1884 wurde zu vielen Anlässen im Ort und in der näheren Umgebung aufgespielt. Anfangs bestand der Verein neben den Blasmusikern auch aus Streichern. Die Ausübung der Streichmusik fand noch bis in die 30er Jahr des 20. Jahrhunderts statt.
Der erste Weltkrieg unterbrach zwangsläufig das Vereinsleben und insbesondere die Ausbildung der nachrückenden jungen aktiven Mitglieder. Nach den Kriegswirren ging es jedoch weiter und der ehemalige Militärmusiker Klitzing wurde Dirigent des Vereins. Leider mußte dieser sein Amt schon nach 2 Jahren aufgrund einer Versetzung wieder aufgeben. Nachfolger wurde das aktive Mitglied Fritz Seidenstücker sen. bestellt. Unter seiner Leitung nahm die Kapelle einen beachtlichen Aufschwung.

Schützenfest 1930
Schützenfest 1930

Nach der "Machtergreifung" 1933 gestaltete sich das Vereinsleben immer schwieriger und der politische Druck wurde mit der "Gleichschaltung" immer stärker. Einer Bestimmung zur "Sturmbannkapelle" entzog man sich aufgrund einer außerordentlichen Generalversammlung. Öffentliche Auftritte konnten nur noch mit größten Anstrengungen absolviert werden. Während des zweiten Weltkrieges ruhte die Arbeit vollständig, die Hälfte der Musiker wurde zur Wehrmacht eingezogen. Einige von ihnen starben den Heldentod, andere gerieten in Gefangenschaft und kehrten erst später heim. Durch Artilleriebeschuß wurde das Vereinslokal Boerger beschädigt und dabei viele Instrumente zerstört.

Gleich nach Beendigung des Krieges trafen sich die noch übrig gebliebenen Musikfreunde und setzen wieder Proben an. Zusammen mit Musikern aus Elspe und Niederhelden begann man unter der Leitung des Dirigenten Fritz Seidenstücker sen. das Vereinsleben wieder zu aktivieren.

Schützenfest 1954
Schützenfest 1954

In den 50er Jahren wurde die 1. Tanzkapelle gegründet. Diese wirkte sich positiv auf die Arbeit der Blasmusik aus und spornte auch die übrigen Mitglieder zu zusätzlichen Leistungen an.

Tanzkapelle 50er Jahre
Erste Tanzkapelle in den 1950er Jahren

(Artur Seidenstücker)

 
 

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